Schmusilin - oder das Schnurren der Katze

Mir wurde vor einiger Zeit ein geheimer Bericht aus der Katzenforschung zugespielt - nein, kein neuer Futter-Skandal -, dessen Inhalt ich hier kurz gefasst veröffentliche. Darin heißt es:

"Das Schnurren der Katze wird durch das Anschwellen zweier kleiner Drüsen bewirkt, die auf die Stimmbänder des Tieres drücken, so dass das charakteristische Schnurrgeräusch entsteht. Das Schnurren der Katze ist also nur ein sekundäres Phänomen; das eigentlich Interessante sind die Drüsen. Bei genaueren Untersuchungen stellte sich nämlich heraus, dass diese Drüsen ein farb- und geruchloses Gas absondern. Bei diesem Gas handelt es sich um das sog. Schmusilin (genaue Formel noch unbekannt!).
Schmusilin ist eine psychedelisch-halluzinogene Droge. Menschen, die dieses Gas einatmen, verfallen in einen euphorischen Glückszustand, dem Verliebtsein nicht ganz unähnlich. Schmusilin bewirkt bei den meisten Menschen einen Kontrollverlust über Hände und Stimme. Die Betroffenen beginnen unkontrolliert das Tier zu streicheln und zu kraulen. Begleitet werden diese Handlungen meist von ebenfalls unkontrollierten Lautäußerungen, ähnlich denen, die erwachsene Menschen zur Kommunikation mit Kleinkindern verwenden. Bei einer Überdosierung von Schmusilin kann es schlimmstenfalls zu einem totalen Kontrollverlust kommen. Es sollen schon Menschen im Schmusilinvollrausch dabei beobachtet worden sein, wie sie ihre Katze mehrfach geküsst haben.

Menschen im Schmusilinrausch sind nicht mehr in der Lage ein Kraftfahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen. Über das Suchtpotenzial von Schmusilin gehen die Meinungen der Experten weit auseinander. Es gibt Menschen, die kommen mit der täglichen Schmusilinproduktion einer einzigen Katze aus. Dagegen soll es jedoch auch Schmusilin-Junkys geben, die fünf Katzen und mehr benötigen, um ihren Tagesbedarf zu decken. Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung durch Schmusilin ist zwar nicht belegt, die psychischen Folgeerscheinungen sind jedoch offenkundig und behandlungsbedürftig.
Für die Betroffenen wurde extra zu diesem Zweck die Selbsthilfegruppe DERETIKA ins Leben gerufen. Sie ist erreichbar im Usenet unter der Adresse de.rec.tiere.katzen."

Willkommen im Club!

Schöne Grüße
Arno

aus der de.rec.tiere.katzen von Arno Schuh

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